Der Fahrplan
Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit zwingender Veränderungen in der Hagener Schullandschaft haben die Mitglieder des Schulausschusses der Stadt im Rahmen ihrer Sitzung am 3. November 2010 die Vergabe eines Gutachtens zur Schulentwicklungsplanung beschlossen. Beauftragt wurde die "Projektgruppe Bildung und Region" (kurz: Biregio) mit Sitz in Bonn-Bad Godesberg, die seit den 1970er Jahren bereits mehr als 300 Städte, Gemeinden und Landkreise beraten hat.
Am 29. Juni 2011 hat der Gutachter und Leiter des Biregio-Institus, Herr Wolf Krämer-Mandeau, zunächst seine grundlegenden Erkenntnisse zur aktuellen Hagener Schulsituation sowie zur prognostizierten Entwicklung der Bevölkerungs- und Schülerzahlen Vertretern der Politik, der Schulleitungen sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.
Unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien – am Donnerstag, 8. September – hat der Gutachter seine konkreten Maßnahmenvorschläge und die daraus resultierenden, denkbaren Konsequenzen für die künftige Ausgestaltung der Hagener Schullandschaft dem gleichen Kreis präsentiert. Im Rahmen von vier Informationsveranstaltungen konnten die Hagenerinnen und Hagener zudem darüber mit dem Gutachter und Oberbürgermeister Jörg Dehm diskutieren.
Mit der Schulausschusssitzung am 19. Oktober 2011 wurde die eigentliche politische Auseinandersetzung über die Vorschläge des Biregio-Instituts begonnen. Am 13. Dezember 2011 legte Wolf Krämer-Mandeau seinen Abschlussbericht vor.
Am 13. März 2012 wird sich der Schulausschuss in erster Lesung mit den konkreten Vorschlägen zur Schulentwicklungsplanung für den Bereich der Grundschulen in den Stadtbezirken beschäftigen. Nach weiteren Beratungen – unter anderem in den zuständigen Bezirksvertretungen sowie im Haupt- und Finanzausschuss – soll nach derzeitigem Stand der Rat der Stadt Hagen in seiner Sitzung am 28. Juni 2012 die abschließenden Entscheidungen treffen.
Die
Verwaltungsvorlagen mit den einzelnen Beschlussvorschlägen für die Bezirke
Haspe,
Hohenlimburg,
Mitte und
Nord.
 Stand in Haspe Rede und Antwort: Wolf Krämer. (Foto: Michael Kleinrensing) |
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Das Gutachten
Den Abschlussbericht mit konkreten Maßnahmenvorschlägen zur künftigen Ausgestaltung der Hagener Schullandschaft finden Sie
hier
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 Gut besucht: Die Auftaktveranstaltung in Haspe. (Foto: Michael Kleinrensing) |
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Die Info-Veranstaltungen
Um Sie, die Hagener Bürgerinnen und Bürger, von Beginn an intensiv in den Diskussionsprozess zur Schulentwicklungsplanung mit einzubinden, wurden insgesamt vier Informationsabende angeboten. Bei den Veranstaltungen in der Gesamtschule Haspe, in der Realschule Hohenlimburg, in der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule Helfe sowie im Ricarda-Huch-Gymnasium diskutierten insgesamt mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher ebenso rege wie intensiv mit dem Gutachter, Herrn Wolf Krämer-Mandeau, Leiter des Bonner Biregio-Instituts. Dieser hatte seine Vorschläge zu möglichen Veränderungen beim Schulangebot in den einzelnen Stadtteilen vorgestellt. Unter der kompetenten Moderation von Radio Hagen-Chefredakteurin Cordula Aßmann stellte sich zudem Oberbürgermeister Jörg Dehm den ausführlichen Fragen der anwesenden Gäste.
Gutachter äußert sich auch zur Kindergartenbedarfsplanung
In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 21. November 2011 wurden jetzt erstmalig die Ergebnisse der Untersuchungen zum Schulentwicklungsplan im Zusammenhang mit der Kindergartenbedarfsplanung durch den von der Stadt Hagen beauftragten Gutachter Wolf Krämer-Mandeau vorgestellt.
Anhand seiner ausgewerteten Daten zur Bevölkerungsentwicklung und zum Altersaufbau in Hagen sowie auf der Basis der zugrunde gelegten Zahlen der Jugendhilfeplanung stellte Wolf Krämer-Mandeau abermals deutlich heraus, dass die weitere demographische Entwicklung in Hagen auch eine Chance zur Neuorientierung bietet. So seien Möglichkeiten zu prüfen, inwieweit Grundschulen und Kindertageseinrichtungen „unter einem Dach“ zusammen kommen könnten. Bei Bedarf könnten beispielsweise Kindertageseinrichtungen mit hohen Sanierungsbedarfen in Grundschulen umziehen, wenn sich dies räumlich umsetzen lässt. Auf diese Weise könnten Kita-Plätze zusätzlich geschaffen und auch der dringend notwendige U3-Ausbau gefördert werden.
Am Beispiel der Grundschulen Friedrich-Harkort und Boloh nahm Wolf Krämer-Mandeau erste Überlegungen zur räumlichen Integration von Kindertageseinrichtungen in Schulen vor. Die weiteren Bewertungen und Diskussionen erfolgen nun im Schulausschuss sowie im Rat der Stadt Hagen. Dort werden insbesondere auch vor dem Hintergrund der Fragen zur Inklusion in den kommenden Wochen und Monaten die politischen Weichen für die künftige Ausgestaltung sowohl der Kindergarten- als auch der Schullandschaft in Hagen gestellt.
Den Vortrag von Wolf Krämer-Mandeau vom 21. November 2011 im Jugendhilfeausschuss finden Sie hier als
PDF-Dokument.
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Über die Info-Veranstaltungen hinaus haben Sie quasi rund um die Uhr Gelegenheit, sich mit Fragen oder Anregungen direkt an die Fachverwaltung zu wenden. Ein entsprechendes Online-Formular haben wir dazu für Sie vorbereitet – Sie finden es
hier. Machen Sie von dieser Möglichkeit aktiver Bürgerbeteiligung bitte regen Gebrauch, damit Ihre konkreten Ideen und Vorstellungen in die weiteren Diskussionen um die Schulentwicklungsplanung in Hagen mit einfließen können.
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